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Gedanken zur Recherche-Reise "Unserem Verhalten auf der Spur!"

  • Autorenbild: Brain Buster
    Brain Buster
  • 20. Dez. 2025
  • 8 Min. Lesezeit

In den vergangenen Wochen und über 12 Episoden habe ich meinen den «BRAIN BUSTER» auf eine phantastische Reise geschickt! 


Phantastisch, nicht weil sie so phantastisch im sprichwörtlichen Sinn war, denn der BRAIN BUSTER musste mit Faustkeilen hantieren, gegen Säbelzahntiger kämpfen, hungern, tagelang durch die Steppe latschen, in Windeln mit Schnuller im Mund posieren und realisieren, dass er in dieser Welt hilflos verloren wäre. 


Phantastisch war die Reise einzig, weil sie gänzlich meiner Phantasie entsprungen und rein fiktional war.


Die Reise war aber mehr als einfach eine Geschichte. Sie war ein Experiment. Wie bei jedem Experiment, sollten Thesen und Vermutungen überprüft oder Verhalten beobachtet werden. So auch in diesem Experiment. 


Im Zentrum stand für mich folgende, brennende Frage: 


 ❓ BRAUCHT ES MICH IN ZUKUNFT NOCH ❓ 


Lest was ich herausgefunden habe über die heutige Welt, KI, uns Menschen und unser Gehirn. Und ob ich die Frage «BRAUCHT ES MICH IN ZUKUNFT NOCH?» beantworten konnte, findet ihr ebenfalls heraus.


REKAPITULATION, WÜRDIGUNG & ein wenig PHILOSOPHIE à la Richard David Precht*


(* Das ist der, der zu allen Themen dieser Welt eine Meinung hat und überall mitreden kann. Welche KI er wohl nutzt?)


Die „Recherche-Reise in die Vergangenheit“ des BRAIN BUSTERS sollte mehr als eine fiktionale und humorvolle Erzählung über die Begegnung mit Neandertalern werden oder zeigen, wie viel oder wenig wir noch mit unseren prähistorischen Vorfahren gemeinsam haben. Erst seit wenigen Wochen sind die technischen Möglichkeiten für «digitale Neandertaler» und «Normalverdiener» wie mich so derart explodiert, dass selbst ich in der Lage bin, jede erdenkliche und unerdenkliche Szene realistisch umzusetzen, dass Fiktion und Realität verschwimmen. 

Wenn auf Bildern ALLES möglich wird in «no time» zu «no money», dann wäre das ja profan, langweilig, ja schon fast peinlich einfältig und beelenden kurzsichtig, einfach Bilder zu generieren wie «Ich im Privat Jet», «Ich an der Côtelette d’Azur», «Ich am Party machen mit Tom Cruise»! Bähhh! Ich frage mich, ob es wirklich Leute gibt, die das gerade machen. Wer weiss. Schon gar nicht auf LinkedIn, eher auf Tik Tok & Trak oder Snap Shit. 

Wenn auf Bildern Fiktion und Realität verschwimmen kann, dann wollte ich das auch mit meiner Geschichte tun. Erzählerisch sollte Künstliches und Natürliches, Mögliches und Unmögliches, Gewohntes und Ungewohntes gleichzeitig, übereinander und miteinander verschmelzen. Die Geschichte sollte neben den Bildern noch mehr Spannung, Emotionen und Humor erzeugen und die Verschmelzung von Fiktion und Realität auf die Spitze treiben.

Lasst mich drei Beispiele aus der Geschichte machen, um zu verdeutlichen: Dass ein Kühlschrank aus den 1950ern in der Steinzeit nicht funktionieren kann, ist klar, denn es fehlt die ja eine Steckdose! Die sind alle rund 45'000 Jahre entfernt und das Kabel zu kurz.


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Oder Indiana Jones schaut mir über die Schultern beim Grillieren, dabei ist ja Indiana Jones nur eine Filmfigur.


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Oder Ugo Ugo hat ein blaues impressionistisches Bild an die Höhlenwand nachgemalt, welches er schon irgendwo gesehen hat. Dabei weiss jedes Kind, dass blaue Farbe damals noch gar nicht verwendet wurde.


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Wer die Geschichte gelesen und die Bilder dazu gesehen hat, erkennt, dass die Bilder zwar gut umgesetzt sind, aber für sich, ohne die Geschichte dazu, nur halb so interessant sind. Der aufmerksame Leser erkennt auch ohne die Geschichte gelesen zu haben, dass die drei Situationen immer verschweigen, dass grundsätzlich alles fiktional ist. Dass nicht das Nichtfunktionieren des Kühlschranks wegen fehlender Steckdose das Problem war, sondern die Tatsache, dass kein Kühlschrank in der Steppe der Steinzeit stehen kann. Die Geschichte spielt mit Vergangenheit und Zukunft, in dem sie gewisse fiktionale Aspekte zulässt (ein Kühlschrank in der Steinzeit), diese nicht hinterfragt und wiederum andere, die direkt damit zusammenhängen (es hatte damals keine Steckdosen) entlarvt. Exakt solche Anspielungen, Absurditäten und Finessen machen einen Teil der Geschichte aus.


Der andere Teil trägt die Sprache selbst bei. Diese ist nicht glattgebürstet, wie alles andere was derzeit so geflogen kommt. Während die Bilder zu 100% KI-generiert sind, ist die Geschichte (Plot, Idee) und die Formulierung (Text, Sprache) zu 100% hirn-generiert. Geschrieben von Hand, bewusst so authentisch wie möglich. So wie mir die Worte aus dem Kopf purzeln. So wie ich denke, so wie ich rede, wenn ich keine Konventionen zu erfüllen habe. 


Weil mich der Mensch an der Schnittstelle zu KI mehr interessiert als KI selbst, wollte ich herausfinden, was passiert, wenn ich den menschlichen Prozess des Schreibens mit dem künstlichen des Bilderentwerfens kombiniere und ob es gelingt, dass das menschliche Wort und die menschliche Kreativität in einer Welt voller LLMs noch einen erkennbaren (positiven) Effekt bewirken kann. Mich interessiert das Spannungsfeld zwischen Perfektem vs. Imperfektem, Unnatürlichem vs. Natürlichem, Glattgebürstetem vs. Ungekämmtem und zwischen profaner Aufmerksamkeitsmaximierung vs. echten Emotionen. 


All dies kulminiert in einer einzigen Frage: BRAUCHT ES MICH IN ZUKUNFT NOCH?


Wer die Kommentare in LinkedIn liest, erkennt zweifelsohne: Es ist die Geschichte, die begeistert. Ich kann sagen, dass in den unzähligen WhatsApp-Nachrichten und Emails, die mich in den letzten Wochen erreicht haben, nur gerade drei Leser nach der Technik oder den Bildern gefragt haben. Obschon diese ebenso zweifelsohne beeindruckend sind, war es die Geschichte, die Reaktionen und Emotionen geweckt und die Menschen gepackt hat. «Wann kommt die nächste Folge – ich kann nicht warten!» war unbestritten die häufigste Frage, die ich in den letzten Wochen beantworten durfte.


KI schafft nicht mich ab, sondern dank KI erschaffe ich mich praktisch neu! So mein erstes Fazit. Denn es verstärkt und beschleunigt meine bestehenden Fähigkeiten und erlaubt mir meine Kreativität zu beflügeln. Die Bilder und die Erkenntnisse was bildhaft machbar ist, haben die Geschichte im Verlauf der Entwicklung noch komplexer, noch kreativer gemacht. Die «natürliche» Geschichte und die «künstliche» Bildwelt haben auch gezeigt, dass menschliche Kreativität und Reflexion nach wie vor nicht ersetzbar sind und dass nur der menschliche Geist jene Tiefe, Ironie, Selbstkritik und authentische Sprache erzeugen kann, die Empfindungen weckt und Menschen berührt. Kreative, kritische und philosophische Gedankenarbeit können menschliche Domänen (nicht Dämonen, das ist was anderes) bleiben, falls überhaupt noch Menschen übrigbleiben in der Zukunft, die bereit sind, sich diesem Mühsal hinzugeben selber zu denken, zu verwerfen, zu probieren, zu machen und kreativ zu sein. Viele werden sich auch diese Zeit «sparen» und vermutlich damit einfach Bilder machen wie: «Ich im Privat Jet», «Ich an der Côtelette d’Azur», «Ich am Party machen mit Tom Cruise»! Wetten?


Die Geschichte ist, typisch für mich, nicht nur humorvoll, sondern auch zynisch und kritisch. Sie versucht daran zu erinnern, dass Fortschritt oft Illusion ist, dass wir in Komfort und Trägheit verfallen, während wir Instinkte, Körperlichkeit und Anstrengung verlernen, dass wir beobachten und beurteilen, ohne wirklich zu verstehen. Dass wir uns ein Leben voller Abkürzungen gebaut haben um weniger latschen, warten, denken und entscheiden zu müssen.


Mein Appell liegt in der Zukunftsprojektion. Was passiert mit unserer Reflexionsfähigkeit, wenn wir diese Abkürzungen immer mehr nutzen? Wie gestalten wir den Einsatz von KI, ohne unsere kritische Autonomie aufzugeben? Wie bewahren wir Kreativität als menschliches Privileg in einer Welt, die zunehmend von algorithmischen Entscheidungen geprägt wird? Wie verhindern wir, dass wir nicht irgendwann einfach nur noch daliegen und uns der digitalen Welt hingeben, auf alle anstrengenden, mühseligen, charakterbildenden Aufwendungen des analogen Lebens und des selbständigen Denkens verzichten und dabei nicht nur noch fetter, sondern auch noch noch dümmer werden?


Abkürzungen oder Vereinfachungen und die gesamte digitale Welt bedienen vor allem das limbische System unseres Hirns, also dessen «Neandertaler-Teil». Unser Grosshirn nutzen wir immer weniger. Neben den Google-Effekt («Ich muss nichts wissen, kann alles googeln») gesellt sich nun auch der KI-Effekt («Ich muss nichts mehr denken/entscheiden, kann alles delegieren). Wenn wir nur noch den «Arbeitsspeicher» unseres Gehirns nutzen aber die «Festplatte» leer bleibt, dann verlieren wir nicht nur den Überblick über die Zusammenhänge unserer Welt, den Überblick über unsere Entscheidungen, sondern wir riskieren ein nicht trainiertes Grosshirn, lassen unsere Geduld noch mehr dahinschmelzen, unsere Impulskontrolle verkümmert und unsere Resilienz gegen die Unwegsamkeit, die das Leben mit sich bringt, verkümmern. Wer sich jetzt fragt «Hä?», weil sich ihm/ihr die Funktionsweise unseres Gehirns nicht erschliesst, empfehle ich dringend Lutz Jäncke «Von der Steinzeit ins Internet» zu lesen. Im Minimum! «Dopamin Nation» von Anna Lembke und «Klick» von Gerd Gigerenzer als sinn- und wertvolle Ergänzung. Allesamt grossartige Bücher von grossartigen Mit- und Vordenkern.


DER FAUSTKEIL 

Die Geschichte soll auch ein Aufruf sein, die eigene Beobachtungsgabe, den kritischen Geist und die ethische Verantwortung zu schärfen. Der Faustkeil, der immer wieder auftaucht in der Geschichte, ist bewusst mehr als einfach ein Artefakt aus der Steinzeit, welches einfach jeder Depp kennt. 


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Der «Hammer der Steinzeit» ist der prähistorische Avatar, die Analogie zu KI und ein Symbol für die permanente Schnittstelle zwischen Mensch und seiner Umwelt. Er war DAS Instrument, um damals die Welt zu beherrschen, genauso wie KI heute zu DEM Instrument wird, unsere heutige Welt zu beherrschen. Was wir heute als Fortschritt feiern, ist oft nichts anderes als eine Variation eines jahrtausendealten Prinzips. Zunächst steht der Faustkeil für das Überleben. In der Steinzeit sicherte er Nahrung, Schutz und damit das Fortbestehen der Sippe. Heute sichern wir uns unsere Überleben durch Smartphones, Algorithmen und KI. Die Analogie ist unverkennbar: Es ist nicht das Werkzeug selbst, das uns voranbringen kann, sondern der kreative, gezielte, moralische und ethische Einsatz dessen. In dieser Hinsicht ist der Faustkeil die archetypische Vorform all jener Technologien, die wir heute wie selbstverständlich nutzen, ohne deren Ursprung, Bedeutung oder Folgen wirklich zu reflektieren. Nur mit einem Unterschied: Der Faustkeil konnte unsere Fähigkeiten nicht substituieren. Er blieb ein Werkzeug. Der beste Faustkeil konnte keinen Säbelzahntiger überwältigen, wenn der Mann am Ende des Faustkeils so einer war wie ich das bin. Im Gegensatz dazu ist KI nicht nur einfach ein Werkzeug, welches ein Werkzeugt bleibt, dass man besser oder schlechter bedienen kann, sondern es wird derzeit auf eine Art und Weise genutzt, dass wir riskieren, dass es uns zu substituieren beginnt.


Darum ist der Faustkeil auch aus einem weiteren Grund eine gute Analogie. Auch er ist ambivalent – nämlich Werkzeug und Waffe zugleich. Diese Doppelrolle spiegelt die moralische und praktische Verantwortung wider, die wir beim Einsatz von Technologie tragen. Wie wir KI gestalten und nutzen, entscheidet über Nutzen oder Schaden, für andere wie auch für uns selbst. Im Gegensatz zum Faustkeil, den sich niemand selber über die Rübe zog, manifestiert sich derzeit, dass wir uns mit KI selbst Schaden zufügen. Nicht körperlich, aber kognitiv, kreativ und vielleicht auf irgendwann finanziell. Die Macht eines Werkzeugs lag bisher nicht bei diesem selbst, sondern in der Hand des Menschen – und das sollte auch bei KI so sein/bleiben. Denn KI wird unsere Werkzeugkiste nicht einfach erweitern wie ein Faustkeil, sondern unsere Wahrnehmung, unser Hirn und unser Leben transformieren. «The Medium is the Message», wie es McLuhan in den 60ern schrieb, bewahrheitete sich schon bei der Einführung von Google, dann bei Social Media und jetzt auch bei KI. Das Instrument verändert uns. Ich schaue gerade dabei zu. Mit weit aufgerissenen Augen und einem Blutdruck, der auf Dauer nicht gesund sein kann!


Und was tut ihr?

«Ahh, ohh, schönes Bild.» «Ahh, ohh, schau Angelina Jolie und ich!» «Ahh, ohh, was alles möglich ist!» «Ahh, ohh! Ich im Privat Jet! Kuckt her!» «Ahh, ohh!»


WÜRDIGUNGEN 

Diese Reise wäre nicht möglich gewesen ohne Support. Keine Angst jetzt folgt nicht meine übliche «Ohne-Product-Placement-meiner-Sponsoren-wäre-diese-Reise-nicht-möglich-gewesen-Floskel». Nein! Diesmal nicht. Diesmal, für einmal, ganz ernst.

Selbstverständlich hat diese Reise jemand fotografisch festhalten müssen. An der Seite des BRAIN BUSTERS war während der ganzen Zeit ein sehr versierter Fotograf zugange. David Blum. Hier sehen wir ihn, wie er mit seiner professionellen Ausrüstung jeweils schwitzend und leidend neben, hinter und vor uns durch die Steppe gelatscht ist, um die besten Momente festzuhalten.

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Bleiben wir ernsthaft. Jetzt aber wirklich. Er ist Grafikdesigner, Senior Art Director und ein wahrer KI-Held (Visual AI Creator). https://davidblum.ch/. Er hat mir alles beigebracht und mir sein selbst entwickeltes Tool zur Verfügung gestellt. Ohne seine Expertise und sein Tool, würde ich wohl auch Bilder machen wie: «Ich im Privat Jet», «Ich an der Côtelette d’Azur», «Ich am Party machen mit Tom Cruise». Danke für deinen Support. Grossartig!


CALL 2 ACTION Nr. 1 

Und dann ist da noch diese wunderbare Uhr. Die Pierre Neuville, die eines Tages, wirklich basierend auf einem Product-Placement-Agreement, schwör, mittels DHL-Drohne in die Steinzeit geschickt wurde. Die Köpfe von Pierre Neuville, Thomas Griessen & Patrick Nydegger, waren von der Geschichte und den Bildern derart begeistert, dass sie nicht nur entscheiden haben mir eine Uhr zu schicken, sondern auch zusammen mit dem ENTSCHEIDUNGSARCHITEKTEN den Markenauftritt der Pierre Neuville-Uhren neugestalten wollen. Jungs, ich freue mich riesig drauf! 


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Und damit auch alle meine Leser/innen und Kunden/innen von dieser Zusammenarbeit profitieren können, dürfen alle, die eine Uhr besitzen möchten, die bereits in der Steinzeit war, mit dem Gutschein-Code «RB76» eine solchige erwerben. 20% Rabatt! Wenn das kein verfrühtes Weihnachtsgeschenk ist.  Hier ist der Call 2 Action: www.pierre-neuville.ch


CALL 2 ACTION Nr. 2 

Und wer auch ein KMU besitzt wie die beiden, das keine Millionen hat oder ausgeben will, um in die Steppe, Steinzeit oder auf den Mond zu fahren, um sein Produkt zu bewerben und darüber hinaus mehr als nur Werbung machen, sondern echte und authentische Geschichten zu seinen Produkten erzählen will, der/die weiss jetzt auch was es zu tun gilt. Macht es wie die Jungs von Pierre Neuville.  Hier ist der Call 2 Action: PN, Email, WhatsApp, Brieftaube oder Rohrpost an den ENTSCHEIDUNGSARCHITEKTEN


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