Das heutige Büro - Casino Fatal
- Brain Buster

- 1. Apr.
- 3 Min. Lesezeit
Dieses Bild treffe ich fast täglich an, wenn ich Kunden im Rahmen von Workshops und Schulungen besuche! Büros voller Slotmaschinen und Mitarbeitende, die unentwegt am «Zocken» sind!!!

Denn was die Slotmaschinen bis in den 90ern in den Beizen und Bars waren, sind heute die SMARTPHONES in unseren Büros.
Alle reden über Handyverbote an Schulen und über Social Media-Verbote für Kinder und Jugendliche! Zu Recht. ABER! Keiner redet über Handy- & Social Media-Verbote oder –Regeln am Arbeitsplatz! Warum?
Weil wir erst die Spitze des Eisbergs verstanden haben (wenn überhaupt, denn wir streiten immer noch darüber, ob man Kinder schützen sollte, crazy)!
Fakt ist: Wir wollen unsere Kinder schützen, sind aber längst selbst Opfer von Algorithmen, Echokammern und der Droge Dopamin geworden. Also «DU» natürlich nicht, aber alle anderen.
Smartphones klauen nicht nur unsere Zeit und damit Produktivität im Unternehmen (Wir checken durchschnittlich 100x unser Smartphone pro Tag und kaum eine Notification bleibt unbeantwortet). Man stört sich an Rauchern, die täglich 10x eine Rauchpause machen, aber die Zeit, die draufgeht mit dem Smartphone stört niemanden, denn die Chefin oder der Chef ist ja selber ständig am Smartphone!
Smartphones klauen nicht nur Zeit und Produktivität, es ist noch viel schlimmer, sie klauen auch das Wohlbefinden unserer Mitarbeitenden.
Die Krankheitsausfälle steigen und wir schicken unsere Mitarbeitenden an «Resilienz-Kürsli», «Mindfulness-Workshöplis», «Life-/Workbalance-Seminärli», weil die Burnouts und Krankheitsausfälle steigen und betreiben damit eine profane Alibi-Übung, eine kurzsichtig banale «Pflästerli-Politik», weil wir eine bedeutende Ursache von Erschöpfung, sinkender Resilienz, Depressionen und Burnouts nicht angehen.
Unsere Mitarbeitenden schicken wir an Kurse, wo sie brav in die Füsse atmen, Yoga machen und lernen Mikro-Pausen einzulegen und diese greifen noch in den Trainerhosen Sekunden nach dem Kurs wieder zu ihrem Smartphone. Bäng! – Der Effekt des Kurses verpufft durch den ersten Dopaminstoss nach einer fast unerträglichen Stunde ohne Smartphone wie eine Seifenblase im Wind.
Wenn wir Mitarbeitende wirklich unterstützen wollen, dann geht das nur, indem wir beginnen sie wirklich zu schützen. Vor sich selbst!
Denn eine Vielzahl der Erwachsenen haben die Kontrolle über Ihren «Smartphone-Konsum» längst verloren. It’s the truth. Believe me! Also «DU» nicht, aber alle anderen.
Wirklicher Schutz kann nur auf einem Weg funktionieren: Prävention statt Symptombekämpfung und damit klare «Smartphone- & Social Media-Regeln im Büro!
Der wissenschaftliche Hintergrund, warum Smartphones nicht anderes sind als Slotmaschinen
In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts hat der Verhaltensforscher B. F. Skinner bei seinen Experimenten mit Tauben entdeckt, dass diese sich konditionieren lassen, in dem man ihnen unregelmässige Belohnungen gibt, wenn sie auf eine Taste drücken. Diese sog. Skinnerboxen hatten zur Folge, dass Tauben begonnen haben, tw. bis zur totalen Erschöpfung auf die Taste zu drücken. Die Erkenntnis: Intermittierende Belohnungen führen zu Konditionierung und damit zu Kontrollverlust über vernunftgemässes Verhalten und zu sinkender mentaler Gesundheit. Die Ableitung daraus waren die Slotmaschinen, die in ihrer Funktionsweise exakt gleich programmiert sind, wie die Skinnerboxen aus den Experimenten. Irgendwann (viele Jahrzehnte später) haben wir begriffen, wie süchtig- und krankmachend Slotmaschinen sind und sie wurden reguliert und in Casinos verbannt. Zu Recht!
Was wir aber bis heute nicht begriffen haben ist, dass die Tech-Firmen seit zwei Jahrzehnten nichts anderes tun, als die Funktionsweise von Skinnerboxen und Slotmaschinen zu replizieren in ihren sozialen Netzwerken.
Und diese neuen Slotmaschinen befinden sich nicht in einer regulierten Umgebung, sondern in deinem Hosensack, deinem Gucci-Täschli, deiner Hand oder auf deinem Büropult. DEIN SMARTPHONE - Jederzeit verfügbar, komplett unreguliert! Programmiert dich zu konditionieren, so dass du die Finger nicht mehr davon lassen kannst.
Es wird an der Zeit, dass wir endlich verstehen, wie unser Hirn funktioniert, was die digitale Welt mit unserer Fähigkeit vernunftgemäss zu handeln macht und wie schädlich «Junk Food für unsere mentale Gesundheit» in Form von haarsträubenden News aus aller Welt, Social Media und Dopaminüberflutung wirklich ist.
Denn Salat zu essen anstelle Pommes aber dabei permanent in dein Smartphone zu glotzen und zu doomscrollen ist, als würden wir uns einen Helm anziehen beim Autofahren und gleichzeitig auf die Gurten zu verzichten.
Wer wissen will, wie wir in einer digitalen Welt wirklich unterwegs sind und was es mit uns und unserem Wohlbefinden und unserer Gesundheit macht, für den/die ist die Show des BRAIN BUSTERS entstanden.
Er zeigt dir Ursachen und Wirkung der heutigen Zeit, statt "Pflästerli" zu verteilen. Schonungslos direkt und entlarvend!
Tickets für seine “MAKE BRAIN GREAT AGAIN” Tour gibt's auf der Ticketseite.
Euer BRAIN BUSTER



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